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Seehaus Leonberg bei Galileo

Galileo JugendstrafvollzugGalileo: Der außergewöhnlichste Jugendknast

Folge 159 Staffel 2017

Auch wenn es nicht so aussieht, es handelt sich hier um ein Gefängnis. Ein außergewöhnlicher Jugendknast, indem die Häftlinge in WGs wohnen, das Gefängnisgelände verlassen dürfen und am Wochenende zu ihren Familien fahren. Doch wie kann das funktionieren?

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14.06.2017 19:05 | 14:29 Min | © ProSieben

Seehaus e.V. betreibt die Modelleinrichtungen für straffällige Jugendliche „Seehaus Leonberg“ und „Seehaus Störmthal“. Der  „Jugendstrafvollzug in freien Formen“ bietet eine dritte Alternative neben den klassischen Formen des offenen und geschlossenen Jugendstrafvollzuges. Jugendliche und Heranwachsende zwischen 14 und 23 Jahren, die bereit sind, an sich zu arbeiten, können sich vom Jugendstrafvollzug aus für das Seehaus bewerben. Nach Zustimmung des Anstaltsleiters verbringen sie ihre gesamte Haftzeit im Seehaus. Bis zu 7 Jugendliche wohnen mit Hauseltern und deren Kindern zusammen und erfahren so – oft zum ersten Mal – „funktionierendes“ Familienleben, Liebe und Geborgenheit. Gleichzeitig erwartet sie ein durchstrukturierter und harter Arbeitsalltag:

  • Um 5:45 Uhr beginnt der Tagesablauf mit Frühsport.
  • Bis 22:00 Uhr sind die Jugendlichen in ein konsequent durchgeplantes Erziehungsprogramm eingebunden.
  • Hausputz, Schule, Arbeit, Berufsvorbereitung, Sport, gemeinnützige Arbeit, Auseinandersetzung mit den Auswirkungen von Straftaten für die Opfer, Wiedergutmachung, soziales Training und die Vermittlung christlicher Werte und Normen sind fester Bestandteil des Konzepts. Sie dienen dazu, dass die Jugendlichen lernen, Verantwortung zu übernehmen und die besten Voraussetzungen haben, um sich als gesetzestreue Bürger in die Gesellschaft einbringen zu können.

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