Projekt Chance

Projekt Chance – Seehaus Leonberg

Seit 2003 gibt es das Projekt Chance Creglingen (CJD) und das Seehaus Leonberg als Alternativen zum herkömmlichen Jugendstrafvollzug.

Die rechtliche Möglichkeit (§ 91 Abs. 3 JGG) bestand schon seit 1953, jedoch wurde es in Deutschland bis 2003 noch nie in der Form umgesetzt, dass ein freier Träger eine Alternative zum Gefängnis anbieten konnte.

Angeregt duch die Diskussionen beim Triberger Symposium 1999 beauftragte der damalige Justizminister Prof. Dr. Ulrich Goll die zuständige Fachabteilung im Justizministerium Baden-Württemberg mit der Erstellung eines Konzepts für ein Modellprojekt für junge Mehrfach- und Intesivtäter. Goll hat den Projekt Chance e.V. gegründet und das Projekt Chance öffentlich ausgeschrieben. Das Christliche Jugenddorfwerk Deutschlands (CJD) wurde damit beauftragt das Projekt Chance in Creglingen aufzubauen. Seehaus e.V. (vormals Prisma e.V.) erhielt ebenso die Zustimmung des Ministers, im Rahmen des Projekt Chance einen Jugendstrafvollzug in freier Form in Leonberg, der damaligen Heimat des Ministers, aufzubauen.  Die beiden Modellprojekte sind inzwischen anerkannte Einrichtungen und im neuen Baden-Württembergischen Jugendstrafvollzugsgesetz neben den beiden anderen Vollzugsformen – offen und geschlossen – als dritte Vollzugsform etabliert.

Seit 2008 gibt es in Brandenburg eine ähnliche Alternative zum Jugendstrafvollzug im Rahmen der Entlassungsvorbereitung: Das Projekt Leben Lernen (EJF)

Seit 2011 betreibt Seehaus e.V. das Seehaus Störmthal bei Leipzig in Sachsen.