Kinderheim Indien – Kinder von Gefangenen

Kinderheim Indien

Precious Children’s Home: Kinderheim für Kinder von Gefangenen

Die Kinderheime dürfen laut der neuen indischen Gesetzgebung leider nicht mehr betrieben werden. Stattdessen werden die Kinder ambulant begleitet. Die Herausforderung bleibt die Gleiche:

Die Herausforderung: Das Leid von Kindern, die in Indien auf der Strasse leben, ist unermesslich. Dreijährige Mädchen ziehen bettelnd durch die Stadt, teilweise noch mit einem Baby bepackt. Kleinkinder üben sich im Diebstahl. Minderjährige gehen der Prostitution nach. Bei einem Gang durch die Städte Indiens kann man sich diesem elendigen Anblicks kaum verwehren. Viele dieser Kinder kommen aus ärmsten Familien, die weit unterhalb des Existenzminimums leben und die sich nicht mehr zu helfen wissen. Besonders schwer haben es die Familien von Gefangenen. Wenn der Vater und somit der einzige Verdiener im Gefängnis ist, müssen die Frauen versuchen, den Lebensunterhalt zu verdienen. Oftmals können sie nicht lesen oder schreiben, haben nie einen Beruf gelernt und hatten zuvor nie eine Anstellung. Es ist äusserst schwer, Arbeit zu finden und dann auch noch Arbeit, durch die alle Kinder ernährt werden können. So werden viele Kinder vernachlässigt. Sie bekommen nicht genügend zu essen, werden nicht zur Schule gesendet und müssen versuchen, Geld zum Lebensunterhalt der Familie herbeizuschaffen. Mädchen trifft die Situation besonders hart. Ihnen muss bei der Hochzeit eine enorme Summe Mitgift bezahlt werden. Dies ist zwar schon 1961 von der Regierung verboten worden, aber es wird trotzdem noch praktiziert. So sehen es viele Familien als Fluch an, wenn ein Mädchen geboren wird und sie werden dementsprechend behandelt. Da nicht genügend für alle übrig bleibt sind viele Kinder gezwungen, ihre Familie zu verlassen und leben auf der Strasse oder werden an das Sexgewerbe verkauft. Wenn diesen Kindern nicht geholfen wird, landen sie früher oder später ebenso im Gefängnis. Der Kreislauf der Kriminalität ist geschlossen. Um dies zu verhindern und diesen Kindern eine Chance zu geben, hat Prison Fellowship Indien Kinderheime errichtet: die “Precious Children’s Homes”.

Precious Children’s HomesKinderheim Indien

Die Kinder konnten in die Heime aufgenommen werden. Dort bekamen sie genügend zu Essen, gute Kleidung, Wohnraum, ärztliche Betreuung und eine Schulausbildung. Sie wuchsen in einer guten, familiären Atmosphäre auf und es werden ihnen christliche Werte und der Glaube an Jesus vermittelt und vorgelebt. Kinderheim Indien Es gab 5 solcher Kinderheime: Vijayawada Andhra Pradesh (10 Kinder) Hyderabad, Andhra Pradesh (10 Kinder) Bangalore, Karnataka (45 Kinder) Kottayam, Kerala (55 Kinder) Madurai, Tamil Nadu (10 Kinder) Ehrenamtliche von Prison Fellowship Indien kümmerten sich um die Kinder. Sie wohnten in sauberen und gut durchlüfteten Räumen und konnten ihre eigenen Sachen mitbringen. Sie bekamen drei warme Malzeiten am Tag. Morgens gingen sie in die öffentliche Schule. Nachmittags und abends machten sie ihre Hausaufgaben. Dabei wurden sie von älteren Heimkindern und den Ehrenamtlichen unterstützt. Sie spielten zusammen, sangen Lieder und probten Theaterstücke, die sie dann auch bei öffentlichen Veranstaltungen vorgeführt haben. Ausserdem konnten sie verschiedene Feriencamps besuchen. Jedes Kind hatte einen Tutor. Der Tutor half bei persönlichen Problemen und Lebensfragen, genauso wie bei der Auswahl der späteren beruflichen Karriere. Die Kinder und Jugendlichen wurden ermutigt, ein Ziel für ihr Leben zu formulieren und darauf hinzuleben. Sie haben gelernt, selbstverantwortlich zu leben. Die Kinder konnten mit ihren Eltern ob im oder ausserhalb des Gefängnisses in Kontakt bleiben.

Schon bevor die Kinderheime geschlossen wurden, wurde zusätzlich eine ambulante Begleitung von Kindern auf den Weg gebracht. Auch die meisten Kinder aus den Kinderheimen werden nun so weiter begleitet:


Betreuung von Kindern von Gefangenen

Die Herausforderung: Kinder von Gefangenen haben in Indien kaum eine Zukunftschance. Sie müssen zusammen mit ihrer Mutter ums überleben kämpfen. Ein Abrutschen in Kriminalität und Prostitution ist oft ohne Hilfe von aussen vorgezeichnet. Viele der Kinder müssen ihr Zuhause verlassen und fristen ein elendiges Leben auf der Strasse. Prison Fellowship Indien betreut Kinder von Gefangenen und unterstützt die Familien in der Erziehung und Schulbildung. Ziel ist es, dass die Kinder zur Schule gehen und eine chancenreiche Zukunft vor sich haben können. Dabei werden schwerpunktmässig die Kinder von Gefangenen mit lebenslanger Haftstrafe unterstützt. Für sie ist die Situation am Schlimmsten und eine Lösung ist nicht in Sicht, da der Vater nicht wieder zurückkommt. Auch wenn der Vater für seine Misere zumeist selbst verantwortlich ist, die Familie trifft keine Schuld für seine Straftaten. Jedoch trifft sie die Freiheitsstrafe ihres Vaters am Härtesten. Zum Einen fällt der Brotverdiener weg und zum Anderen werden sie von ihrem Umfeld geächtet. Gerade die unschuldigen Kinder müssen jedoch eine Chance fürs Leben bekommen.

Das Betreuungsprogramm
Der Kontakt zu den Familien kommt zumeist über den Elternteil im Gefängnis zustande. Er wird im Gefängnis von Prison Fellowship betreut. Auf Anfrage des inhaftierten Elternteils und mit Zustimmung der Gefängnisautoritäten wird die Familie von Ehrenamtlichen besucht. Die Familie wird dazu ermutigt, die Kinder zur Schule zu schicken. Dem guten Rat und Zuspruch folgt auch praktische Hilfe. Die Kinder bekommen Schulhefte, Schulranzen, eine Schuluniform, Schuhe und einen Regenschirm. Die Busfahrt zur Schule wird von der Regierung subventioniert. Prison Fellowship übernimmt die Prüfungsgebühren der jährlichen Schulprüfungen. Die Kinder werden regelmässig von Sozialarbeitern besucht und müssen viermal im Jahr über ihre Fortschritte in der Schule berichten.

Sommerlager
Neben der fortlaufenden Betreuung im Schuljahr können die Kinder auch einmal im Jahr an einem Sommerlager teilnehmen. Die meisten der Kinder waren zuvor noch nie in den Ferien und hatten ihr Wohnviertel noch nie verlassen. Während des Sommerlagers werden verschiedene Lebensfragen angesprochen. Morgens werden Themen wie Warum ist ein Schulabschluss wichtig?, Sauberkeit und Hygiene, Warum muss man dem Gesetz gehorchen? besprochen. Es gibt Seminare und Einzelgespräche zur Lebensplanung. Nach dem Mittagessen gibt es verschiedene Freizeitaktivitäten. Die Kinder können sich im Singen, Geschichten erzählen, Theaterspielen, Pantomime, Malen, Zeichnen, Tanzen, Sport und Spielen üben und nehmen darin in verschiedenen Wettbewerben teil. Helfen auch Sie mit, dass diesen Kindern geholfen werden kann! Jede Spende kann viel bewirken!

Über die Hoffnungsträger Stiftung kann eine Patenschaft für diese Kinder eingegangen werden. So können Sie Ihr Kind unterstützen!

Hoffnungsträger Stiftung, Spendenkonto: Commerzbank AG, IBAN: DE49 6004 0071 0599 6061 00, BIC: COBADEFFXXX Stichwort: Kinderbetreuung Indien oder direkt hier: “Pate werden