Wie wir Kinder wirksam schützen – ohne ihnen Angst zu machen
„Mach niemandem die Tür auf!“ oder „Steig zu keinem Fremden ein!“ – viele Kinder kennen solche Regeln. Doch die Realität ist oft komplexer: Nicht jede schwierige Situation entsteht durch eine fremde Person. Auch Menschen aus dem sozialen Umfeld können Grenzen überschreiten.
Das Programm „Ich bin doch kein Heini!?“ setzt hier an und unterstützt Kinder dabei, ihre eigenen Gefühle wahrzunehmen, Situationen einzuschätzen und Handlungsmöglichkeiten für unangenehme oder bedrohliche Momente zu entwickeln.
Mit der Handpuppe „Heini“ und spielerischen Methoden werden Alltagssituationen aufgegriffen und gemeinsam mit Kindern bearbeitet. Dabei steht nicht Angst im Mittelpunkt, sondern die Stärkung von Selbstwahrnehmung, Grenzen und Handlungsmöglichkeiten.
In dieser Multiplikatorenschulung lernen Sie das Programm „Ich bin doch kein Heini!?“ mit seinen Methoden und Bausteinen kennen und erhalten Einblicke in die praktische Umsetzung sowie die Einbindung von Eltern.
Die wichtigsten Informationen auf einen Blick
Termin: 17.04.2027
Ort: Seehaus-Akademie Leonberg, Schickhardt-Forum (Lageplan: 1.),Seehaus 1, 71229 Leonberg
Uhrzeit: 9:00 – 17:00 Uhr
Zielgruppe: Pädagogische Mitarbeitende in Kindergarten und Grundschule sowie Ehrenamtliche
Teilnahmegebühr: 140,00 € (inkl. Tagesverpflegung, ohne Abendessen)
Mindestteilnehmerzahl: 10 Personen
Maximale Teilnehmerzahl: 15 Personen
Anmeldeschluss: 06.04.2027
Ihr Gewinn für die Praxis
✔ Methodenkoffer: Sie erhalten ein fertiges Konzept für Ihre Einrichtung.
✔ Sofort startklar: Nach dem Seminartag sind Sie befähigt, das Programm eigenständig umzusetzen.
✔ Flexibilität: Integrieren Sie die Einheiten als Projektwoche oder punktuellen Impuls.
Inhalte der Fortbildung
Die Fortbildung vermittelt Grundlagen der Präventionsarbeit und stellt das Programm „Ich bin doch kein Heini!?“ mit seinen Bausteinen und Methoden vor. Die Teilnehmenden erarbeiten die einzelnen Elemente gemeinsam und erhalten Einblicke in die praktische Umsetzung – von der Arbeit mit der Handpuppe „Heini“ bis zur Elternarbeit.
Im Mittelpunkt stehen die Stärkung von Kindern im Umgang mit Grenzen und schwierigen Situationen, der Umgang mit dem sozialen Nahraum sowie Möglichkeiten, die Inhalte nachhaltig in der pädagogischen Praxis einzusetzen.
Themenschwerpunkte
- Grundlagen der Präventionsarbeit und Grundsätzliches zum sexuellen Missbrauch
- Thematisierung des Themas mit Kindern
- Vorstellung und Vermittlung des Programms „Ich bin doch kein Heini!?“
- Verhalten gegenüber Fremden und Umgang mit dem sozialen Nahraum
- Einsatz der Handpuppe „Heini“ und praktische Methoden
- Die „Fragenstraße“ für den sozialen Nahraum
- Elternarbeit und Möglichkeiten der Einbindung von Eltern
- Umgang mit möglichen Fragestellungen in der Arbeit mit Erwachsenen
- Nachhaltigkeit und Transfer in die eigene pädagogische Arbeit
Seminarleitung

Dr. Rüdiger Schilling
Dr. Rüdiger Schilling ist promovierter Kriminologe und Polizeiwissenschaftler sowie Erster Kriminalhauptkommissar a. D. Als ehemaliger Dozent in der Fortbildung der Polizei Baden-Württemberg verfügt er über langjährige Erfahrung in der Vermittlung kriminologischer und polizeiwissenschaftlicher Inhalte.
Heute ist er Dozent im Masterstudiengang Kriminologie, Kriminalistik und Polizeiwissenschaft der Ruhr-Universität Bochum. Darüber hinaus engagiert er sich als stellvertretender Spartensprecher Polizei in der Deutschen Vereinigung für Jugendgerichte und Jugendgerichtshilfe.
„Prävention gelingt dann, wenn Kinder ihren eigenen Gefühlen vertrauen lernen.“
Jetzt anmelden
Lernen Sie das Präventionsprogramm „Ich bin doch kein Heini!?“ kennen und erwerben Sie die Grundlagen, um die Inhalte in Ihrer eigenen pädagogischen Praxis umzusetzen.

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