Positive und negative Effekte einer Inhaftierung im Jugendvollzug
Bei straffälligen Jugendlichen stehen psychische Störungen häufig in engem Zusammenhang mit ihrem Verhalten und ihren Delikten. Doch welche Hintergründe führen dazu und wie wirken sich die Bedingungen einer Inhaftierung auf die psychische Entwicklung junger Menschen aus?
Das Seminar bietet einen fundierten Einblick in die Zusammenhänge zwischen psychischen Störungen, Straffälligkeit und Haftbedingungen. Dabei wird der Blick sowohl auf belastende als auch auf stabilisierende Aspekte des Jugendvollzugs sowie auf Möglichkeiten der Behandlung und Resozialisierung gerichtet.
Die wichtigsten Informationen auf einen Blick
Termin: 09.11.2026
Uhrzeit: 09:30–16:30 Uhr
Ort: Seehaus Leonberg, Schickhardt Forum
Zielgruppe: Fachkräfte und andere Mitarbeitende, die mittelbar oder unmittelbar mit straffälligen Jugendlichen arbeiten – innerhalb oder außerhalb des Strafvollzugs.
Teilnahmegebühr: 160 €
Mindestteilnehmerzahl: 12
Maximale Teilnehmerzahl: 20
Inhalte der Fortbildung
Das Seminar vermittelt einen Überblick über häufige psychische Störungen bei inhaftierten Jugendlichen und deren Entstehungshintergründe. Im Mittelpunkt stehen insbesondere Persönlichkeitsstörungen und Bindungstraumata sowie deren kriminogenes Potenzial.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf den Auswirkungen der Inhaftierung auf die psychische Entwicklung junger Menschen. Dabei werden sowohl belastende Haftbedingungen, beispielsweise sogenannte Prisonisierungseffekte, als auch die behandlungsbezogenen Potenziale des Jugendvollzugs betrachtet. Darüber hinaus werden Ansätze zur Behandlung psychischer Störungen im Vollzug und deren Beitrag zur Resozialisierung thematisiert.
Anhand zahlreicher Fallbeispiele und im gemeinsamen Austausch werden die Inhalte praxisnah vertieft und reflektiert.
Seminarleitung

Prof. Dr. phil. Johannes Lohner
Prof. Dr. phil. Johannes Lohner ist Diplom-Psychologe, Studiendekan der Fakultät Soziale Arbeit und Professor für Klinische Sozialarbeit an der Hochschule Landshut.
Seine Lehr- und Forschungsschwerpunkte liegen unter anderem in der psycho-sozialen Arbeit mit straffälligen Menschen, der Suizidprävention im Justizvollzug sowie den Auswirkungen von Haft und Gewalt im Strafvollzug.
Durch seine langjährige Lehr-, Forschungs- und Vortragstätigkeit im Bereich Justizvollzug, Straffälligenhilfe und Klinische Sozialarbeit verfügt er über umfassende Expertise an der Schnittstelle von Psychologie, Sozialer Arbeit und Strafvollzug. Seine wissenschaftliche Arbeit spiegelt sich in zahlreichen Publikationen zu Themen wie Entwicklungstraumata, Inhaftierung, Suizidprävention und Resozialisierung wider.
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Vertiefen Sie Ihr Wissen über psychische Störungen im Jugendvollzug und gewinnen Sie fundierte Einblicke in deren Hintergründe, Auswirkungen und Behandlungsmöglichkeiten. Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung.


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