Neubau Seehaus Leipzig

Hintergrund: Von der Interimslösung zur dauerhaften Heimat

Kartee-Hainer-See

Karte des geplanten Standorts und der Umgebung

Seehaus_Leipzig_Bauplan

Der Bauplan

Als Standort des sächsischen Seehauses war das Störmthaler Lutherstift von Beginn an eine Interimslösung. Eine dauerhafte Heimat soll das Seehaus am Nordufer des Hainer Sees (ca. 25 km südlich von Leipzig) finden. Der Gemeinderat Neukieritzsch hatte der Ansiedlung des Seehauses dort bereits 2013 zugestimmt. Für das Vorhaben musste ein Bebauungsplan erstellt werden. Dieser wurde bereits Anfang 2015 abschließend durch die Mitglieder des zuständigen Zweckverbandes geprüft. Sein formaler Beschluss wurde jedoch durch eine Initiative von Bürgern verhindert, die über ein erfolgreiches Bürgerbegehren einen Bürgerentscheid erzwangen, der sich gegen das Seehaus richtete. Dieser Entscheid fand am 07. Juni 2015 in den Gemeinden Espenhain und Neukieritzsch statt. 2/3 der Abstimmenden sprachen sich gegen, 1/3 für die Ansiedlung des Seehauses am Hainer See aus. Aufgrund der Fragestellung des Bürgerentscheids galt er rechtlich als abgelehnt, so dass die Gemeinderäte in Espenhain und Neukieritzsch letztendlich noch einmal über die Seehaus-Pläne am Hainer See abstimmen mussten. Beide Gemeinderäte sprachen sich trotz des Bürgerentscheids für das Seehaus am Hainer See aus – der Bebauungsplan wurde mit Stimmen aus Espenhain und Neukieritzsch am 29. Juli 2015 im Zweckverband beschlossen.

Gleichzeitig signalisierten Störmthaler Bürger, dass sie einem verlängertem Aufenthalt des Seehauses in Störmthal und sogar einen dauerhaften Verbleib der Einrichtung in ihrem Ort befürworten, auch wenn dafür angebaut werden müsste – die LVZ berichtete mehrmals. Entsprechend entschied der Gemeinderat in Großpösna, die bis Ende 2015 gültige Genehmigung für das Seehaus in Störmthal bis Juni 2018 zu verlängern. Ziel war aber weiterhin ein Neubau am Hainer See. Im Juni 2016 konnte dort endlich mit den Erschließungsarbeiten begonnen werden.

Modellbau Grundfläche Geplant ist, dass mit dem Neubau eine langfristige Einrichtung für den Strafvollzug in freien Formen entsteht – mit mehr Plätzen für straffällige junge Männer, mehr Ausbildungsmöglichkeiten, Räumen für Schule und Verwaltung, Mitarbeiterwohnungen und einem Naturkindergarten.

 

 

 

 

 

Informationsbroschüre zum Neubau am Hainer See

(Postwurfsendung 05/2015 an alle Haushalte in Espenhain in Neukieritzsch)