Am 12. August besuchte Cem Özdemir, der baden-württembergische Ministerpräsident, das Seehaus. Auf seiner dreitägigen Sommertour machte er Halt in Leonberg. Er besichtigte die Ausbildungsbetriebe und aß mit den jungen Männern aus dem Seehaus-Strafvollzug zu Abend.

Cem Özdemir mit seiner Frau Flavia Zaka beim Abendessen in einer Seehaus-WG (Bild: Maurice Bartl, Staatsministerium)
Im Innenhof des Seehaus Leonberg herrschte reger Betrieb. Etwa ein Duzend Journalisten waren da, dazu Polizei und Personenschutz, als die Delegation des Ministerpräsidenten ankam. Tobias Merckle, Vorstand von Seehaus e. V., begrüßte Cem Özdemir und seine Frau Flavia Zaka.
Thorsten*, ein junger Mann aus dem Seehaus-Strafvollzug, führte die Gruppe übers Gelände und durch die Seehaus-Betriebe. Er erklärte das Ausbildungskonzept, die Bauprojekte, zeigte Werkstücke. Der Ministerpräsident zeigte sich beeindruckt von der Qualität, die in den Ausbildungsbetrieben geleistet wird. Und er stellte interessiert Fragen, auch zu Thorstens persönlichem Werdegang.

Thorsten*, ein junger Mann aus dem Seehaus-Strafvollzug, erklärt Cem Özdemir das Ausbildungskonzept der Seehaus-Betriebe (Bild: Maurice Bartl, Staatsministerium)
Danach wurden Cem Özdemir und Flavia Zaka zum Abendessen eingeladen. In einer der Seehaus-Wohngemeinschaften saßen sie am Tisch, gemeinsam mit straffälligen jungen Männern und Seehaus-Mitarbeitern. Bei vegetarischem Maultaschenauflauf wurde über Täter-Opfer-Ausgleiche gesprochen und darüber, wie Opfer in Baden-Württemberg noch besser unterstützt werden können.

Cem Özdemir bei Führung mit Flavia Zaka erfahren mehr über die Opferhilfe und den Strafvollzug von Seehaus e. V. (Bild: Maurice Bartl, Staatsministerium)
Anschließend meinte der baden-württembergische Ministerpräsident: „Im Seehaus wird exzellente Arbeit geleistet. Die jungen, straffälligen Männer erleben hier Verantwortung, Verlässlichkeit und Strukturen. Hier wird die Haftzeit der jungen Männer effektiv genutzt, um sie auszubilden und auf ein straffreies Leben vorzubereiten. So wie im Seehaus muss man es machen!“
*Name geändert

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