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Gemeinnützige Arbeit

Leonberger Kreiszeitung 10.03.14

Ein knallrotes Gummiboot beim Frühjahrsputz

Jugendliche und Mitarbeiter aus dem Seehaus Leonberg sammeln gemeinsam mit Mitarbeitern vom benachbarten Gartencenter Kriesten Müll ein. Gemeinnützige Arbeit – als symbolische Wiedergutmachung der Gesellschaft gegenüber – gehört zum Programm für die straffälligen Jugendlichen im Jugendstrafvollzug in freien Formen:

Ein großes Ungetüm aus Plastik, das wohl mal rot gewesen sein muss, bevor es vergessen wurde, liegt am Ufer der Glems. Sandro entdeckt es als Erster und zückt seinen blauen Müllsack. Er ist einer der Jugendlichen aus dem Seehaus, die sich am Samstagvormittag an der Müllsammel-Aktion im Mahdental beteiligen. Zwölf Jungs, die derzeit im Seehaus im Vollzug in freien Formen ihre Strafe absitzen, machen mit. Mit Müllzangen und -tüten, die der Bauhof gestellt hat, schwärmen sie aus und sammeln Flaschen und Kippen ein. Und das rote Ungetüm. „Ich glaube, das ist ein Schlauchboot“, stellt Aaron fest. Aaron ist zusammen mit seinem Papa An­dreas Ziegner, einem Ausbilder im Seehaus, gekommen und genauso eifrig wie sein kleiner Bruder Erik bei der Flurreinigung dabei. „Wir haben schon eine Patronenhülse gefunden“, berichten sie und analysieren fachmännisch: „Die muss hier wohl ein Jäger verschossen haben.“ Der Papa erklärt derweil den pädagogischen Hintergrund der Aktion: „Die Jungs sollen lernen, dass auch eine gemeinnützige Arbeit Spaß machen kann “, sagt er. Deshalb ist die Teilnahme am Samstag auch keine Pflicht, es sind trotzdem alle dabei….

Weitere Informationen zur begleiteten gemeinnützigen Arbeit im Seehaus und zu den Graffiti-Tatortreinigern.

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