Als am 28. Februar die jungen Männer aus dem Seehaus-Strafvollzug durchs Glemstal zogen, da fanden sie nicht nur Kaffeetassen, sondern auch Motorradhelme, Autoreifen, Radkappen, Straßenleitpfosten, Betonreste und jede Menge Zigarettenstummel.

Viele Freiwillige und Mitarbeiter putzten zusammen mit den jungen Männern das Glemstal rund um das Seehaus
Wie jedes Jahr im Februar haben auch dieses Mal die jungen Männer zusammen mit Seehaus-Mitarbeitern und Freiwilligen in der Umgebung des Seehaus Leonberg aufgeräumt. Insgesamt 44 Leute waren in den angrenzenden Wiesen unterwegs genauso wie auf Wald- und Radwegen, unter Autobahnbrücken und entlang dem Flüsschen Glems.
Die alljährliche „Putzede“ ist für die jungen Männer aus dem Seehaus-Strafvollzug eine Gelegenheit, der Gesellschaft etwas zurückzugeben. Sie beseitigen nicht nur Müll und Unrat, im Sinne der Restorative Justice setzen sie sich auch für die Allgemeinheit ein – für Wiedergutmachung, für eine Verbesserung. Das ist restaurativ, zumindest ökologisch.
Mit Handschuhen und Müllzangen haben die putzenden Helfer in nur drei Stunden 47 Säcke Müll aufgesammelt. Dann wurde die Putzede durch ein gemeinsames Mittagessen abgeschlossen. Jetzt liegt im Hof des Seehauses ein stattlicher Müllberg. Aber zum Glück gibt es den Bauhof der Stadt Leonberg – wie jedes Jahr holen sie den Müll unkompliziert ab.

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